Sidi Oqba Moschee
Überblick
In Kairouan gibt es zahlreiche Moscheen, die allesamt sehr sehenwert sind, die man aber leider nur als Muslim besichtigen kann. Bei der Großen Moschee, der sogenannten Sidi Oqba Moschee, kann man zumindest in dem großen Vorhof spazieren und von den Arkaden einen Blick in das Innere des Heiligtums werfen. Es herrschen strenge Bekleidungsvorschriften und man sollte aus Rücksicht auf die Gläubigen des Koran den Wünschen des Empfangspersonals nachkommen.
In den Wintermonaten ist es hier relativ ruhig, während in den Sommermonaten hier mit großem Andrang zu rechnen ist- dann besuchen Gläubige aus allen Teilen der Nachbarstaaten und aus Tunesien die Sidi Oqba Moschee.
Sidi Oqba Moschee
Das bedeutendste Bauwerk Kairouans ist zweifellos die Sidi Oqba Moschee, die mit ihren mächtigen Mauern geradezu einen festungsartigen Eindruck vermittelt. Sie ist nicht nur die älteste Moschee des Maghreb, sondern sie diente auch lange Zeit als Vorbild für nachfolgende Bauwerke. Ihr dreistufiges, 35 Meter hohes, relativ schmuckloses Minarett, ist heute eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Gebetsraum hatte schon damals die beachtliche Breite von 16 Meter.
In den folgenden Jahrhunderten wurde die Moschee mehrfach vergrößert und umgebaut, das östliche im spanisch-maurischen Stil errichtete Tor wurde erst im Jahr 1224 erbaut. Vom Hof führen 17 mächtige Zedernholztore in den 80 x 40 Meter großen, für Touristen leider nicht zugänglichen, Gebetssaal.
Die große Halle wird von 414 antiken Säulen getragen und ist in 17 Schiffe unterteilt. Der Fußboden ist größtenteils mit Teppichen ausgestattet. Die Säulen und Kapitelle der Moschee stammen aus den Hinterlassenschaften der Römer- sie wurden von den in Ruinen liegenden ehemaligen römischen Städten aus der Umgebung nach hierher verbracht und für den Bau der Großen Moschee verwendet.
Ihre heutige Form erhielt die Moschee schließlich im Jahre 836. Die Außenmauer der Moschee besteht aus hellen Ziegelsteinen und wird von zehn Toren durchbrochen. Mit seinen 35 Metern ragt das massive, dreistöckige Minarett aus dem 11. Jahrhundert stolz in die Höhe. Der Gebetssaal beeindruckt mit einem Wald von 414 Säulen und wird von sechs großen Kuppeln umspannt.
Hierunter hören Sie ein Tondokument aus einer Moschee:
Geschichte Große Moschee
Die Große Moschee von Kairouan, die bei Eroberung des Maghreb durch die Araber (Mitte des 7. Jahrhunderts) erbaut wurde, gilt heute als das älteste Monument im islamischen Okzident und in Spanien. Sie ist auch ein Meisterwerk islamischer Baukunst im Maghreb. Nach Ermordung ihres Gründers Okba Ibn Nafi durch einen Berber wurde die Moschee hochgeschätzt und immer wieder restauriert. Im Jahr 836 erfuhr sie unter der Dynastie der Aghlabiden ihre wichtigste Umgestaltung. Trotz später durchgeführter Restaurierungen behielt sie ihre aus dem 9. Jahrhundert vererbte Gestalt bei. Nach Gründung der Stadt Sabra im 10. Jahrhundert mussten Händler und Handwerker dorthin umziehen.
Auch die Stadtbewohner von Kairouan, die in der Nähe des neuen Wirtschaftszentrums leben wollten, siedelten sich westlich von Kairouan an, sodass sich die Lage der Moschee Sidi Oqba außerhalb des Zentrums veränderte.
In Kairouan und Tunesien kamen dieser Moschee verschiedene Aufgaben zu. Neben ihrer ursprünglichen Funktion als Gebetsstätte war sie jahrhundertelang Bildungsanstalt und Brennpunkt theologischer Debatten verschiedener religiöser Tendenzen. Sie war auch Gerichtshof und Ort für Investitur der Statthalter. Von dieser Moschee aus verbreitete sich der „Malekismus" in Tunesien und im ganzen Maghreb.
Auf den ersten Blick sieht das Monument wie eine planlose Festung aus. Seine acht Meter hohe, von verschiedenen Strebepfeilern markierten Mauer umgibt eine Fläche von mehr als 9000 Qudratmeter, die aus zwei Teilen besteht.
Innenhof
Ursprünglich hatte der Innenhof keine Säulenhalle (wurde erst im Jahr 875 angefügt). An der Ost- und Westseite ist er von doppelten Säulengängen umgeben, die spätere Restaurierungen (meist aus dem 18./19. Jahrhundert) verraten. An der Nordseite des Innenhofs steht das Minarett. Es handelt sich dabei um das älteste Minarett in Tunesien und im Maghreb; es gehört ferner zu den ältesten Minaretten der Welt. Das 30 Meter hohe Minarett besteht aus drei übereinandergefügten Stockwerken, die jeweils mit einem gezackten Schutzgeländer versehen sind. Die Gestalt des Monuments sowie die Baumaterialien und Bautechniken deuten auf eine frühe Verteidigungsrolle der Moschee hin.
Gebetssaal
Der Gebetssaal ist von einer flachen Decke mit Hufeisenbogen überdacht, die von verschiedenen antiken Säulen getragen werden.. Er besitzt 17 Schiffe mit 8 Jochen. Das zum Mihrab führende Mittelschiff und das südliche Joch sind breiter und höher als alle anderen, was dem Raum den Plan einer Basilika verleiht. Hervorgehoben wird die Bedeutung des Mittelschiffs durch begrenzende Zwillingssäulen und zwei Kuppeln an beiden Enden. Die Kuppel vor dem Mibrab stellt ein Meisterwerk der Aghlabidenkunst dar. Es handelt sich um eine Rippenkuppel, wo der Übergang von der halbrunden Kalotte zur achteckigen Trommel über muschelartige Teile erfolgt. Alles ist von Pflanzenformen und Inschriften ausgeschmückt. Dieses Kuppelmodell wurde in Sousse und in Tunis (Zitouna Moschee) zum Vorbild für spätere Moscheebauten.
Mausoleum Sidi Sahib
Das Mausoleum Sidi Sahib ist ein sehr großer Gebäudekomplex mit zwei Innenhöfen und einem großen Platz vor dem Grabmal in Kairouan. Die Gedenk- und Pilgerstätte ist zugleich unter mehreren Namen bekannt- den westlichen Besuchern z.B. unter dem schlichten Namen Barbier-Moschee. Auch die Geschichte der Stätte und die des Heiligen wurde in verschiedenen Varianten erzählt, wobei man sich zumindest im westlichen Teil Europas einig war, es handele sich bei Abu Zama'a al-Balawi um den Barbier des Propheten Mohammed.....
Weitere Informationen zum Mausoleum Sidi Sahib in Kairouan in Tunesien finden Sie hier....!

TOP - HOTEL
Hotel La Kasbah
Das Hotel La Kasbah liegt im Herzen der heiligen Stadt Kairouan zentral im tradionellen Viertel. Das Hotel ist luxuriös ausgestattet und verwöhnt Sie u.a. mit einer wundervollen Aussicht über die Altstadt von Kairouan. Die Innenausstattung ist geprägt durch Einflüsse arabisch- islamischer Architektur. Es liegt in einem alten ehemaligen Sultanspalast - der vollkommen renoviert wurde - und ist von außen kaum als Hotel erkennbar.
Viele Elemente des alten Palastes sind erhalten geblieben und tragen dazu bei, den Charme des Gebäudes wieder auferstehen zu lassen. Mehrere exellente Restaurants verwöhnen auch den anspruchvollsten Gast. Fazit: Ein Fünf Sterne Romantic-Hotel der Spitzenklasse!
Adresse:
HOTEL LA KASBAH
Avenue Ibn El Jazzar
Cité la mosquée
3100 Kairouan - Tunesien
Telefon: +216 77.23.73.01 / 77.23.06.89
Fax: +216 77.23.73.02
E-Mail: kasbah.kairouan@goldenyasmin.com
Website: Website Hotel La Kasbah





