Sonnenschutz für die Augen

Insel Djerba
Insel Djerba Impressionen



Sonnenschutz für die Augen:

Globus - Afrika
Globus - Afrika Foto 2: Pixabay - Lizenz: s.u.



Was Tunesien-Urlauber wissen sollten

Wer einmal in Tunesien war, kennt das Gefühl: Die Sonne scheint intensiver als zu Hause, das Licht reflektiert vom hellen Sand und vom Mittelmeer, und schon nach wenigen Stunden beginnen die Augen zu brennen. Was viele Urlauber als vorübergehende Unannehmlichkeit abtun, ist tatsächlich ein ernstzunehmendes Thema. Denn der UV-Index in Nordafrika erreicht im Sommer Werte, die in Deutschland kaum vorkommen und die ungeschützten Augen auf Dauer schaden können.






Hammamet - Hotel
Hammamet - Hotel Hotel Les Orangers Beach Resort


UV-Strahlung im Mittelmeerraum:

Warum Tunesien besonders betroffen ist


Tunesien liegt zwischen dem 30. und 37. Breitengrad nördlicher Breite, also deutlich näher am Äquator als Mitteleuropa. Das bedeutet, dass die Sonnenstrahlen in einem steileren Winkel auf die Erdoberfläche treffen und die UV-Strahlung entsprechend intensiver ausfällt. Im Hochsommer erreicht der UV-Index in Küstenregionen wie Sousse, Hammamet oder auf der Insel Djerba regelmäßig Werte von 10 oder höher. Ab einem Wert von 8 gilt die Strahlung als sehr hoch, ab 11 als extrem.


Hammamet - Yasmine
Hammamet - Yasmine ...schöner Strand...


Hinzu kommt ein Effekt, den viele unterschätzen: Wasser und Sand reflektieren die UV-Strahlung erheblich. Am Strand erhöht sich die tatsächliche UV-Belastung der Augen deshalb nochmals deutlich. Auch an bewölkten Tagen passieren bis zu 80 Prozent der UV-Strahlung die Wolkendecke. Wer also glaubt, bei bedecktem Himmel keine Sonnenbrille zu benötigen, liegt falsch.

Was Urlauber konkret tun können

Guter Augenschutz beginnt mit der richtigen Sonnenbrille. Dabei kommt es nicht auf den Preis an, sondern auf eine zuverlässige UV-400-Zertifizierung. Diese gibt an, dass die Gläser ultraviolette Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern vollständig blockieren. Dunkle Gläser ohne diesen Schutz sind sogar gefährlicher als gar keine Brille, da sich die Pupille weitet und noch mehr Strahlung eindringen kann.


Worauf man beim Kauf achten sollte:

  • UV-400-Zertifizierung oder 100% UV-Schutz-Kennzeichnung auf dem Etikett;
  • Ausreichend große Gläser, die auch seitlich einfallende Strahlung abhalten;
  • Polarisierende Gläser reduzieren Blendung auf Wasser und Sand besonders effektiv;
  • Schutzkategorie 3 oder 4 für starke Sonneneinstrahlung in Südlagen;
  • Kinder benötigen speziell für sie entwickelte Modelle mit angepasstem Rahmen;


Augenschutz für Kinder im Tunesien-Urlaub


Besondere Aufmerksamkeit
verdienen die jüngsten Reisenden. Die Augenlinse von Kindern filtert UV-Strahlung deutlich schlechter als die von Erwachsenen, weil sie noch nicht vollständig entwickelt ist. Gleichzeitig verbringen Kinder am Strand oft mehr Zeit in direkter Sonne als Erwachsene. Eine hochwertige Kindersonnenbrille mit zertifiziertem UV-Schutz ist daher keine optionale Ausstattung, sondern eine wichtige Schutzmaßnahme.


Vor der Reise: Professionelle Beratung lohnt sich

Sonnenbrillen
Sonnenbrillen Foto 1: Pixabay - Lizenz: s.u.


Wer regelmäßig in sonnenreiche Länder wie Tunesien reist oder eine Korrektion benötigt, sollte sich vor der Abreise fachkundig beraten lassen. Brillenträger haben dabei besondere Anforderungen, denn eine normale Brille ohne Tönung reicht als Schutz nicht aus. Spezielle Sonnenbrillen mit Sehstärke oder getönte Kontaktlinsen können eine sinnvolle Lösung sein. Ketten wie Optiker eyes + more mit einer großen Gläserauswahl bieten sowohl Sonnenschutzbrillen als auch Korrektionslösungen an und können individuell beraten, welche Glasart für intensive Sonnenregionen geeignet ist.


Langzeitfolgen mangelhaften Augenschutzes


Die Auswirkungen von UV-Strahlung auf die Augen zeigen sich oft erst Jahre oder Jahrzehnte nach der Exposition. Zu den häufigsten Folgeerkrankungen gehören der Graue Star (Katarakt), bei dem die Augenlinse eintrübt, sowie die Makuladegeneration, eine Schädigung der Netzhautmitte, die im schlimmsten Fall zur Erblindung führen kann. Die Weltgesundheitsorganisation weist auf UV-Risiken für die Augen hin und empfiehlt konsequenten Schutz, insbesondere in Regionen mit hoher Sonnenintensität.

Auch Pterygium, eine gutartige, aber störende Gewebewucherung auf der Bindehaut, tritt gehäuft bei Menschen auf, die viel Zeit unter intensiver Sonneneinstrahlung verbringen. In Tunesien ist diese Erkrankung in der einheimischen Bevölkerung verbreiteter als in Nordeuropa. Das macht deutlich, dass chronische UV-Belastung an diesem Reiseziel ein reales Risiko darstellt, das Urlauber nicht ignorieren sollten.


Tunesien mit offenen Augen erleben

Tunis - Sidi Bou Saïd
Tunis - Sidi Bou Saïd Restaurant Au Bon Vieux Temps


Mit dem richtigen Schutz lässt sich das intensive Licht Tunesiens auch als Qualität genießen. Das berühmte blau-weiß der Häuser in Sidi Bou Said, das Glitzern des Mittelmeers, die weiten Sanddünen im Süden. Diese Bilder entfalten ihre volle Wirkung nur, wenn die Augen entspannt und ungereizt sind. Gerade die malerische Altstadt von Sidi Bou Said mit ihren weiß getünchten Mauern und dem intensiven Lichtreflexen zählt zu den strahlungsintensivsten Ausflugzielen des Landes.

Wie das Bundesamt für Gesundheitsaufklärung zu Kataraktrisiken erläutert, lassen sich viele UV-bedingte Augenschäden durch einfache Schutzmaßnahmen verhindern. Eine gute Sonnenbrille gehört deshalb genauso in den Reisekoffer wie Sonnencreme und Reisepass. Wer diesen einfachen Schritt nicht versäumt, kann den Tunesien-Urlaub in vollen Zügen genießen und dabei seine Gesundheit langfristig schützen.


Quelleninformation:


Bild 1 (bunte Sonnenbrillen) von Gina Janosch auf Pixabay

Bild 2 (Globus) von GlassesShop auf Pixabay

Bild 3 (Sonnenbrille) von jacqueline macou auf Pixabay






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